Als filmische Objekte sind Tiere schillernd: in ihrem Verhalten zugleich fremd und an Menschliches erinnernd. In ihrer Arbeit arrangiert die bildende Künstlerin Ann Oren Aufnahmen von Tieren in Zoos in Bild und Ton. Dabei entsteht ein feingesponnenes Netz aus scheinbaren Beziehungen: Aktion und Reaktion, Rufe und Antworten, ein Spiel, das sich zum Ende zu einem gemeinsamen animalischen Konzert verdichtet. Das Aufeinanderbeziehen der Tiere im Schnitt und in der Tonmontage erweckt den Eindruck eines Aufeinanderbezogenseins der Tiere selbst: eine Gesellschaft von Tieren. Der Film wird damit nicht nur zu einem Kommentar auf die Gemeinschaften die Zoos bilden, sondern auf die (menschliche) Gesellschaft, die Zoos als ihr Gegen- und Abbild entwirft.