Das DokfestForum wurde 2010 zusammen mit dem Fridericianum ins Leben gerufen. Mit Vorträgen, Artist Talks und Screenings, die sich
thematisch in der Schnittmenge von Film und Kunst bewegen, erweitert das
DokfestForum das Spektrum des Festivals um den Diskurs über die bildende
Kunst. In diesem Jahr wird das DokfestForum in enger Kooperation mit der
documenta Professur an der Kunsthochschule Kassel und dem documenta
archiv realisiert.
Im Fokus der drei Abendveranstaltungen steht dabei das Archiv zwischen Dokument und Dokumentation, zwischen Akten, Aktion und Aktualisierung. Am
Kreuzungspunkt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geht es um das
Archiv als Materialsammlung und Steinbruch für den/die einzelne Künstler/in
(Bjørn Melhus – Jagen und Sammeln) und als Aufbewahrungs- und Rechercheort für künstlerische bzw. wissenschaftliche Positionen (Harun Farocki
Institut) im Spannungsfeld von Historisierung und Zeitgenoss/innenschaft
(Knut Ebeling). Bei allen Vorträgen, insbesondere beim documenta Institute
Discourse #6, werden Fragen danach diskutiert, wie und ob Archive die gegenläufigen Bewegungen von Flüchtigkeit, Pflege und Bewahrung künstlerischer
Prozesse einfangen und nutzbar machen können.