DokfestForum

Das DokfestForum wurde 2010 zusammen mit dem Fridericianum ins Leben gerufen. Mit Vorträgen, Artist Talks und Screenings, die sich thematisch in der Schnittmenge von Film und Kunst bewegen, erweitert das DokfestForum das Spektrum des Festivals um den Diskurs über die bildende Kunst. In diesem Jahr wird das DokfestForum in enger Kooperation mit der documenta Professur an der Kunsthochschule Kassel und dem documenta archiv realisiert.
Im Fokus der drei Abendveranstaltungen steht dabei das Archiv zwischen Dokument und Dokumentation, zwischen Akten, Aktion und Aktualisierung. Am Kreuzungspunkt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geht es um das Archiv als Materialsammlung und Steinbruch für den/die einzelne Künstler/in (Bjørn Melhus – Jagen und Sammeln) und als Aufbewahrungs- und Rechercheort für künstlerische bzw. wissenschaftliche Positionen (Harun Farocki Institut) im Spannungsfeld von Historisierung und Zeitgenoss/innenschaft (Knut Ebeling). Bei allen Vorträgen, insbesondere beim documenta Institute Discourse #6, werden Fragen danach diskutiert, wie und ob Archive die gegenläufigen Bewegungen von Flüchtigkeit, Pflege und Bewahrung künstlerischer Prozesse einfangen und nutzbar machen können.

35. Kasseler Dokfest | DokfestForum

documenta Institute Discourse #6, Einführung: Nora Sternfeld
Knut Ebeling, Professor für Medientheorie und Ästhetik (documenta Institute Discourse #6)
Bjørn Melhus – Jagen und Sammeln, Einführung: Andrea Linnenkohl
Vortrag: Bjørn Melhus
Das Systematische und Unsystematisierbare: Arbeiten mit dem Archiv des Harun Farocki Instituts, Einführung: Nora Sternfeld
Vortrag von Volker Pantenburg (Bildforschung Harun Farocki Institut), Professor für Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin